Dokumentarfilm

When you see somebody on the screen in a documentary, you're really engaged with a person going through real life experiences. So for that period of time, as you watch the film, you are, in effect, in the shoes of another individual.

What a privilege to have that experience.



Albert Maysles

Dokumentarfilme zu drehen ist meine Art der Auseinandersetzung mit dem Leben und den Fragen, die mir am Herzen liegen. Im Prozess des Filmemachens entdecke ich Neues, lerne Menschen kennen, hinterfrage mich selbst, und teile meine Erfahrungen schließlich mit anderen.

Projekte

Schule machen (D, 2020)

Länge: ca. 80 Minuten || Produktion: filmnomade || Stand: Produktion / Postproduktion || Fertigstellung: Frühjahr 2020 ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Selbstbestimmtes Lernen, Respekt und Vertrauen in Kinder und ihre natürliche Neugier, demokratische Mitbestimmung, Freiheit statt Zwang – all das sind Ideen, die nach Erkenntnissen aus der Hirnforschung, Psychologie und nach mehr als 100 Jahren Reformpädagogik-Geschichte nicht neu sind. Und doch haben sie bisher nur wenig Einfluss im Regelschulsystem finden können, das nach wie vor auf Frontalunterricht und strenge Leistungskontrolle setzt, zum Leidwesen vieler Schüler, Lehrer und Eltern. Engagierte Eltern und Pädagog*innen in unabhängigen Initiativen wollen eine Alternative schaffen und eigene Schulen gründen. Überzeugung und Idealismus treffen dabei bald auf eine harte Realität: Gruppenprozesse, Organisation und Finanzen sind nur der Anfang der Herausforderungen. Schwierigkeiten mit der Immobilienfindung und nicht zuletzt eine genehmigungsfeindliche Schulbehörde werden schließlich zur Zerreißprobe. Was geschieht bei diesen Konflikten mit den Menschen? Können sie sich ihre Motivation erhalten und Wege finden, ihre Ideen in die Tat umzusetzen?

Eine Spinnerei vom nachhaltigen Leben (D, 2019)

Länge: ca. 30 Minuten || Produktion: filmnomade, HdM Stuttgart || Stand: Postproduktion ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Das vorherrschende Lebensmodell in Deutschland und in anderen westlichen Ländern ist enorm energie- und ressourcenintensiv, mit verheerenden Folgen für die Umwelt. Wie kann ein Leben aussehen, das der Konsum- und Leistungsgesellschaft den Rücken kehrt und die Nachhaltigkeit des eigenen Tuns an oberste Stelle setzt? Auf einem kleinen Grundstück in der sächsischen Oberlausitz leben Adrian und Friederike mit ihrer dreijährigen Tochter und Ursula mit ihrem vierjährigen Sohn. Sie versuchen, ihre Werte konsequent in die Tat umzusetzen, und bedenken bei jeder ihrer Handlungen die Auswirkungen auf Umwelt und Mitmenschen - sei es bei Renovierungsarbeiten, beim täglichen Essen oder beim politischen Engagement. Das gemeinsame Wohnhaus ist eine bewohnte Baustelle ohne Luxus. Gekocht wird auf einer alten Küchenhexe mit Holz aus dem umliegenden Wald. Fernseher, Smartphones und Tablets sucht man vergebens, nur zwei alte und selbst geflickte Laptops finden sich. Mit einer Kombination aus Alltagsbeobachtung und Gesprächen nähert sich der Film dem ungewöhnlichen Leben der beiden Familien an, das in seiner Radikalität fasziniert.

only son (EST, 2016)

Länge: 10 Minuten || Produktion: Baltic Film and Media School ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- At the age of 16, Margus got arrested for street fighting and various other crimes. He spent six and a half years behind bars and has seen every single Estonian prison from the inside, among them the notorious Patarei Prison. Now, one and a half decades later, he visits this place again. He seems proud to talk about his life as a young street fighter and prisoner, but he also reveals the complicated relationship with his mother. She always helped and supported him, which made his life in prison a lot easier. This is a documentary that was created during the fall semester 2015/16 at the Baltic Film and Media School in Tallinn.
Link zum Film

Johannes Straßner 2019   |    info@filmnomade.de
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